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Shell-Benutzung: Manchmal gehts am Ziel vorbei

In meiner Bookmark-Sammlung befindet sich ein Artikel mit dem schönen Titel UNIX tips: Learn 10 good UNIX usage habits. Den habe ich mir gerade mal zur Gemüte geführt, und einige nette Dinge entdeckt. So könnte ich mir in der Tat mal angewöhnen, massenweise Verzeichnisse mit einer mkdir -p a/b/{b1,b2,b3} Konstruktion anzulegen.
Bei einigem mehr hat mich der Autor dann aber doch eher verwirrt. Wo ist die Sinnhaftigkeit, in der Shell, also bei der Eingabe, mit logischen Operatoren zu arbeiten. Bevor ich irgendwas in der Richtung von befehl1 && befehl2 eingegeben habe, bin ich mit befehl1[Enter] schneller und vor allem sicherer am Ziel. Ich gewinne mit logischen Operatoren also nichts, außer, dass ich im Fehlerfalle mehr eingeben muß - unnötig. Es mag zwar nicht so elegant aussehen, aber dafür viel pragmatischer.
Genauso wenig Sinn macht der Einsatz vom Backslash, um lange Zeilen in mehrere kleine zu zerlegen - vor allen, wenn ich mehrere Befehle auf einmal verwenden will, wie das Beispiel zeigt. Wenn ich hingegen in einer komplexen Konstruktion wie einer Schleife bin, ist es eh egal, dann handhabt die Shell sowas ganz alleine.
Die Beispiele zu xargs hingegen sind gut, und vor dem Mißbrauch von cat kann eh nicht oft genug gewarnt werden. ;-)
alios (anonym) - 9. Apr, 11:55

logische operatoren

Die benutze ich wenn mal etwas länger dauert und das 2te nur dann ausgeführt werden soll wenn das erste geklappt hat... also z.B.

> make all && make install

geht bei make all etwas schief, wird make install nicht mehr ausgeführt und ich habe vor allem noch die Fehlermeldungen auf dem Terminal.

Gruss Markus

cptsalek - 9. Apr, 18:22

Okay, an den hatte ich garnicht mehr gedacht. Wobei die meisten Pakete so gebaut sind, das der "make install" ein "make all" mit einschließt. Eher ein "make all && make test" (OpenSSL, z.B.)
jesse (anonym) - 9. Apr, 12:01

Der Sinn bei logischen Operatoren erschliesst sich, wenn Du dir überlegst, dass der erste Teil vielleicht etwas länger dauert und/oder der zweite Teil nur in Abhängigkeit von dem Ergebnis des ersten ausgeführt werden soll.

Ich mache zum Beispiel gerne ein `cp a b && beep`.

Auch denkbar wäre ein `sa-learn && rm -f <irgendwas`.

"Ich gewinne mit logischen Operatoren also nichts, außer, dass ich im Fehlerfalle mehr eingeben muß - unnötig."

Ähm, wenn Du Dir || anguckst kannst Du genau im Fehlerfall Nutzen davon tragen.

Ich denke es geht einfach darum, die Shell als Shell zu verstehen, also dass man nicht für alles immer ein extra Script schreiben muss.

Bei dem \ Zeilenumbruch stimme ich dir zu, den nutze ich auch so gut wie nie und useless use of cat habe ich mir schon weitestgehend abgewöhnt \o/

liebe grüsse :)

cptsalek - 9. Apr, 18:29

Skripten will ich auch garnicht bei jeder Gelegenheit. Naja, vielleicht habe ich mich zu sehr an den Beispiel aufgehangen. Bevor ich blind etwas in ein Verzeichnis rein kopiere, schaue ich eben nach, ob es das gibt. Auf jeden Fall, bevor ich dahinter ein || mkdir... hänge. ;-)
Das mit dem && beep ist eine Idee. Ich verwende hier mrxvt und habe schon darüber nachgedacht meine .zshrc um eine Funktion zu erweitern, die bei bestimmten Befehlen ab einer gewissen Laufzeit selbständig die Bell betätigt. beep klingt, wenn man inhaltlich ein einfaches echo verwendet, viel einfacher. Danke für den Tipp. :-)

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