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    Datenschutz

    Freitag, 30. Januar 2009

    AK VDS: Ortsgruppe MS

    Den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung kenne ich spätestens seit dem Chaos Camp '07. Völlig entgangen ist mir aber, dass es da eine Ortsgruppe Münster gibt. Juchu!
    Gerade erstmal die Mailingliste abonniert und den Termin des nächsten Treffens (05.02.2009, wenn ich micht nicht verrechnet habe), vorgemerkt.

    Montag, 29. Dezember 2008

    Ghostery -- wer trackt mich?

    Das der Surfer im Netz von einer Vielfalt Mechanismen ausspionieren und umgangssprachlich "verfolgt" wird, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Google steht wegen Analytics und Adsense denn auch in der Kritik. Es ist aber nicht nur der Datenkrake, der seine Finger ausstreckt.
    Genau hier kommt Ghostery ins Spiel: Das Addon für den Firefox installiert einen kleinen unauffälligen Geist, der in einem Vorleben direkt aus dem Spieleklassiker Pacman stammen könnte. Beim Besuch einer Seite erkennt Ghoster in der aktuellen Version 1.3.1 laut Aussage des Herstellers "116 web bugs, ad networks and trackers!". Ghostery wird bei einem Fund rot und zeigt rechts oben im Fenster eine Liste der Treffer an. Für das Captains Log sind das z.B. Google Analytics, Google Adsense sowie ClustrMaps, wobei hier nur der letzte auf meine Kappe geht. Hm, deshalb wollte ich mein Blog ja auch immer noch auf einen eigenen Server umziehen...
     
    Was macht man jetzt damit?
    Ghostery ist erstmal völlig passiv, d.h. es erkennt und berichtet nur. Dadurch erhält man als Surfer aber eine ganze Menge an Transparenz: Es ist erstaunlich, wieviele Seiten mit solchen Dingen zugeflastert sind. Ausserdem ist es eine nette Erweiterung zu NoScript, mit dem man die Dinger dann auf Wunsch abschalten kann.
     
    Fazit
    Ich habe Ghostery mittlerweile auf allen Installationen mitlaufen.

    Freitag, 12. September 2008

    Erste Hilfe bei SteuerID

    Die neuen SteuerIDs sind ja auf dem Weg, bis zum Ende des Jahres wird jede/r Bundesbürger/in damit - äh - beglückt. Glücklich macht das Ding die wenigsten. Für diejenigen, die sich wundern, was daran eigentlich falsch ist: Die SteuerID ist praktisch von Geburt bis zum Tod und sogar darüber hinaus gültig. Das erhebt sie in den Stand eines Personenkennzeichens. Sie esetzt somit u.a. die Notwendigkeit der Volkszählung -- und dagegen haben sich die Bundesbürger schonmal gewehrt.
    Im Gegensatz zur SteuerID wird eine Steuernummer vom zuständigen Finanzamt zugewiesen, und ist auch nur innerhalb dessen Zuständigkeitsbereichs gültig. Beim Umzug in eine andere Region bekommt der Steuerzahler also eine neue Steuernummer.
     
    Gegen die SteuerID kann man sich zumindest eingeschränkt: Die Humanistische Union hat neben einem Erste Hilfe-Beitrag und allerlei anderen Informationen zur SteuerID auch eine Vorlage für ein Protestschreiben (PDF) herausgebracht. Das PDF enthält einige graue Felder, die man bearbeiten kann. D.h. man muß nur noch seine Adresse, das heutige Datum, und das Datum des Schreiben der Steuerbehörde eintragen, ausdrucken, und weg schicken.
    Mit dem Schreiben nimmt man zur SteuerID Stellung und kann, sofern das Gerichtsverfahren, das die HU gegen die SteuerID eröffnet hat, diese bei einem positiven Ausgang anfechten.
     
    Danke, HU!
     
    Danke auch an Hanno Böck, beim dem ich darüber gestolpert bin.

    Mittwoch, 19. März 2008

    Aufregen und aktiv werden bringts!

    Zumindest manchmal:
     
    “Das Bundesverfassungsgericht hat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung aller Telefonverbindungen teilweise gestoppt. Die Karlsruher Richter gaben damit einem von zehntausenden Bürgern unterstützten Eilantrag zum Teil statt.”
     
    Der Staat darf auf Vorrat gespeicherte Telefonverbindungsdaten vorerst nur zur Verfolgung schwerer Straftaten nutzen.
    (via SPON via netzpolitik.org)
     
    Ich hoffe, dass ist nur der Auftakt!

    Montag, 18. Februar 2008

    Puh, erstmal schlucken.

    Also über diesen Beitrag hier muß ich erstmal schlafen. Also vorausgesetzt, daß der nicht gefaket ist. Technisch ist das auf jeden Fall machbar, entsprechende Berichte gibt es jedoch bisher nur aus den USA (SINA-Boxen, verschlossene Nebenräume in Netzwerk- und Technikzentralen...)
     
    via Fefe

    Sonntag, 25. November 2007

    Immer schön eins nach dem anderen

    Gestern noch forderten Politiker und Co. die Vorratsdatenspeicherung, um gegen Terroristen und Schwerverbrecher vorgehen zu können. Heute ist selbige so gut wie Realität.
    Und morgen schon können dann Rechteinhaber darauf zugreifen...

    Donnerstag, 22. November 2007

    Alles für die Sicherheit

    Biometrische Merkmale wie ein digitales Bild und zwei digitalisiere Fingerabdrücke als "Sicherheitsmerkmal" gegen Fälschungen in den neuen Personalausweisen. Nun gut, seit 2001 sind ca. 260 Fälschungs- und Manipulationsversuche bekannt geworden. Das spricht für mich nicht gerade für ein gesteigertes Gefahrenpotential, das die Abnahme persönlicher Merkmale, die dann noch per Funk von jedermann ausgelesen werden können, rechtfertigt.
    Und sich auf bestimmte Schlüssellängen die für die "Lebensdauer des Dokuments halten" zu verlassen ist blauäugig und kurzsichtig. Erstens geht es ja garnicht um ein einzelnes Dokument, sondern quasi um alle Dokumente, weil wohl kaum jeder Personalausweis mit einem individuellen Schlüssel ausgestattet werden wird.
    Zweitens ist die Datenmenge, die ein RFID-Chip speichert, recht übersichtlich, was die Anzahl der Bruteforce-Attacken gegen den Schlüssel überschaubar gestaltet. Mit verteiltem rechnen auf vielen Computern im Netz sollte das in relativ kurzer Zeit machbar sein.
    Auch wenn das Spekulationen meinerseits sind, unsere niederländische Nachbarn haben, was die nicht existierende Sicherheit ihrer elektronischen Ausweispapiere angeht, schon vor Jahren Erfahrungen gesammelt.

    Donnerstag, 6. September 2007

    Es geht!

    Na siehste, sag ich doch.
    Offensichtlich haben Ermittlungen zur Verhinderung einer terroristischen Straftat geführt, und zwar in einem frühen Stadium. Nachlesen kann man das ja überall, und wer gestern die Nachrichten gehört oder gesehen hat, wird auch nicht dran vorbei gekommen sein.
    Wer trotzdem einen Link möchte, kann ja mal bei Telepolis vorbei schauen. ;-)

    Es gibt noch eine Reihe von Erfolgen, die die Polizei zu verzeichnen hat.

    Und die waren ganz ohne Online-Durchsuchungen machbar.
    Ohne Bundestrojaner.
    Ohne das Verbindungsdaten ein halbes Jahr gespeichert wurden.

    Kurz: Ohne Stasi 2.0.

    Also weiter so. :-)

    Mittwoch, 5. September 2007

    Online-Fahrkarten bei der Bahn

    Die Bahn macht nicht gerade gut von sich reden, bei den ganzen Streikdrohungen, der anstehenden Bahnprivatisierung und so sind positive Worte Mangelware.
    Hier gibts die auch nicht.

    Denn die Bahn stellt das Verfahren für Online-Fahrkarten um. Für mich als Angestellter, der zwischendurch mal auf Firmenkosten auf Reisen gehen darf, hat das ebenfalls Auswirkungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
    Wenn man eine Fahrkarte Online kauft und bezahlt, muß man im Zug die Kredit- oder EC-Karte dabei haben, mit der das Teil auch bezahlt worden ist. Für den Privatkunden, der sowieso seine Kontodaten an die Bahn schicken muß, ist das nicht ganz so schlimm.
    Obwohl die Bahn damit dem Diebstahl und somit der unrechtmäßigen Verwendungen von gestohlenen EC- und Kreditkarten Tür und Tor öffnet. Einfach EC-Karte verwenden, eine Online-Fahrkarte kaufen, ausdrucken, und dann damit im Zug auftauchen. Dann ist es auch egal, ob die Karte als gestohlen gemeldet oder sogar gesperrt wurde.

    In meinem Fall zahlt meine Firma jetzt z.B. die Karte. Trotzdem muß ich mich mit einer EC- oder Kreditkarte ausweisen. Also muß ich ab sofort in unserer Datenbank auch noch meine Kontodaten hinterlegen. Die werden dann bei der Kartenbestellung an die Bahn weiter geleitet.
    Und ich fage mich: WTF???
    Wofür?
    Wofür gibt es Personalausweise???

    Diese Frage habe ich auch einer der Frauen aus unserer Personalabteilung gestellt. Sie meinte daraufhin, das hätten sie auch die Bahn gefragt. Die Antwort ist einfach genial:

    Die Nummer eines Personalausweises hätte kein Anfang und kein Ende, sie würde irgendwo bei Null anfangen und dann nach oben gehen. Das könne das Computersystem nicht verarbeiten.(*)

    Also mal davon abgesehen, das meine Personalausweisnummer streng genommen keine Nummer ist, weil da Buchstaben drin vorkommen - welcher Diletant programmiert denn da? Es geht doch noch nicht mal um die Personalausweisnummer. Soll die Bahn im Online-Ticket meine verdammte Adresse drucken, dann kann der Schaffner das blöde Ding einfach vergleichen. Und mir nebenbei tief in die Äuglein schauen und das mit dem Bild aus meinem Perso vergleichen.

    Liebe Bahn! Ich nominiere Euch hiermit für den Big Brother-Award!
    Ich kann mir richtig vorstellen wie Ihr geifernd von Euren Kunden die Daten sammelt, um sie untertänig dem Schäuble zu präsentieren, der Euch dafür vielleicht unterm Kinn krault.

    *) Liebe Bahn-Programmierer! Es gibt bei der Datenbank-Programmierung einen Datentyp, der String genannt wird. Ich bin mir sicher, dass der Bund Euch gerne die Definition der Personalausweisnummer geschickt hätte.
    Also ich komme auf 26 Stellen. Man könnte also sowas wie PersonalID=Char(26) machen.

    Dienstag, 31. Juli 2007

    Kurz zusammen gefaßt

    Da gab es heimliche Online-Durchsuchungen, und um die auf legalen Boden zu stellen wird die Landesverfassung NRW geändert. Dann bedarf es eines FDP-Politikers, der Verfassungsbeschwerde einlegt, aber natürlich möchte die CDU ganz schnell flächendeckende Online-Durchsuchungen durchdrücken.

    Jetzt schlagen die ersten Gesetzesänderungen durch, und die Entwicklung eines WLAN-Tools wird eingestellt. Gleichzeitig wird einem deutschen Sicherheitsexperten die Einreise in die USA untersagt, und er über vier Stunden festgehalten.

    Na, dämmerts?

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