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    Datenschutz, Post-Privacy, die Spackeria -- und darüber hinaus

    Die Diskussion zwischen Datenschutz-Befürwortern und Post-Privacy Anhängern kann ich zunehmend nur mit Kopfschütteln und wachsendem Unverständnis zur Kenntnis nehmen. Es erscheint mir bezeichnend zu sein, dass dies vermehrt zu einem Krieg mit harter Fronten- und Grenzlinienbildung ausartet.
    Was ich absolut nicht verstehen kann ist, warum beide Konzepte als absolutes Gegenteil mit gegenseitigem Ausschluß angesehen werden, wenngleich sie das eigentlich nicht sind -- oder zumindest nicht sein müßten.
    Versteht man beides als die beiden Enden einer Linie, die ich als individuelle digitale Freiheit bezeichnen möchte, erhält man eine Reihe feiner Wahlmöglichkeiten, und der Inhalt der Diskussion könnte sich auf wichtigere Themen konzentrieren.
     
    Ich halte erstmal für gegeben, dass der Mensch ein kommunikatives Wesen ist, und das der Erfolg von Blogs, Facebook und Twitter ein tiefsitzendes Kommunikationsbedürfnis befriedigt. Daraus folgt, dass es für jeden Menschen eine Einschränkung ist, wenn etwas aufgrund möglicherweise negativer Konsequenzen nicht publiziert werden sollte -- wie das immer wieder angeführte Beispiel des Personalers, der über Saufbilder eines Bewerbers stolpert.
    Etwas anders gelagert ist die Sache beim geforderten digitalen Radiergummi, das ich für einen technischen Mythos halte, dessen Implementierung aber weitreichende und nicht überschaubare Konsequenzen hätte. Meiner Meinung nach sollte man als Mensch zu seinen Publikationen stehen können, selbst wenn man vielleicht im Laufe der Jahre eine ganz andere Meinung dazu entwickelt hat. Immerhin ist es ein Teil der Persönlichkeit, und nach einer Phase peinlicher Berührung mag eine der sentimentalen Rückerinnerung an vergangene Zeiten folgen.
    Ganz persönlich geht mir das mit meinem Pseudonym so: Ich bin seit mehr als 17 Jahren online -- anfangs noch in Mailboxen mit analogem 28.8er Modem für 500DM, später mit ISDN, bis hin zu DSL. Ich war im Z-Netz aktiv, und meine Stammbox pollte auch das Usenet -- wäre hätte gedacht, dass die Diskussionen von damals es schliesslich nach Google Groups schaffen. Dort finden sich einige Beiträge von mir, die ich mittlerweile eher witzig finde, und ich schüttele mit dem Kopf, wenn ich dran, das ich mich mit solchen Themen beschäftigt habe. Aber es war so, und ich stehe dazu.
    Deshalb bin ich ein Freund der @spackeria .
     
    Es gibt aber schon Dinge, die ich nicht jedem zur Verfügung stellen möchte. Einige Familienphotos z., und viele Bilder meines Sohnes im Speziellen. Private Dokumente gibt es ebenfalls einige, die lieber in den Ordnern oder in verschlüsselten digitalen Archiven bleiben. Deshalb bin ich ein Freund des Datenschutzes gleichermaßen.
     
    Letzten Endes geht es mir darum, dass ich als Benutzer, als Teilnehmer und Mitgestalter einer digitalen Gesellschaft, selber und frei darüber entscheiden kann, ob, was, und wie viel ich von mir preisgebe. Ob ich es für mich behalte, nur meinen besten Freunden, oder der ganzen Welt gegenüber offenbare.
    Datenschutz hat seine Grenze da, wo er mich einengt und Dinge unnötig verkompliziert. Post-Privacy, Transparenz oder wie auch immer man das Kind nun nennen mag, hat seine Grenze da, wo meine persönliche Integrität verletzt wird, weil ich nicht in der Lage bin zu bestimmen, ob ich ein bestimmtes Datum preis geben möchte, oder nicht.
     
    Erstaunlicherweise ist die Konsequenz ganz einfach, denn das oben gesagte führt automatisch zur Ablehnung von INDECT, Zensus2011 und Vorratsdatenspeicherung, während ich soziale Netzwerke durchaus bejahen kann.
    Wobei ich Twitter, Facebook, Flickr und wie sie noch alle heißen nicht für das gelbe vom Ei halte. Ich denke, dies sind Werkzeuge einer Übergangszeit, in der wir uns gerade befinden. Sie entsprechen noch dem Anbieter-Nutzer Paradigma, wir als Nutzer stellen Daten zur Verfügung, über die der Anbieter danach quasi frei verfügen kann.
    Jetzt haben wir aber gesehen, dass mit Blogs und Co. eine neue Selbstbestimmung und -verwirklichung der Menschen einher geht, und in diese passen die zentralisierten Dienste nicht. Hier sind Projekte wie Diaspora der richtige Ansatz: Man holt sich sein Social Web auf die Systeme zuhause.
    Das klassische Web of Trust könnte dadurch einen Aufschwung erleben, man teilt mit Menschen gemäß einer gewissen, vertrauensvollen Grundlage. Und -- gerade die ITler unter uns werden das wissen: Es gibt keinen vollkommenen Schutz. Jede Maßnahme wird ausgehebelt und führt letzten Endes nur zu Schmerzen bei denjenigen, die sich nicht zu helfen wissen (Stichwort DRM). Mit Datenschutz ist hier also nicht viel zu reissen.
     
    Das wie des Teilens, und wie das Vertrauensverhältnis definiert und letzten Endes eingehalten wird, das sind die Fragen, die es zu klären gilt.
    Viele Paare haben Nacktbilder des anderen auf dem Rechner, und Jugendliche tauschen welche aus reiner Faszination an der eigenen Sexualität. Die Frage ist also, wie verhindert wird, das diese Bilder in Umlauf geraten, wenn das Vertrauensverhältnis sich ändert oder zerbricht. Denn eines steht fest: Harte Datenschutzrichtlinien oder sogar -gesetze werden nicht verhindern können, das sowas passiert. Letzten Endes geht es also darum, was mit dem Menschen auf der anderen Seite geschieht, ein Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst und im Internet erstmalig durch die Netiquette Berücksichtigung gefunden hat.
    Doch trotz Netiquette und Verhaltensregeln brechen mittlerweile ware Shitstorms über Andersdenkende her, ist eine rüde Antwort schneller geschrieben, als der Autor über die Folgen nachgedacht hat. Youtube hat sich in meinen Augen längst zu einer Müllhalde zwischenmenschlichen Umgangs entwickelt.
     
    ich kann es drehen oder wenden, wie ich will, für mich läuft es immer wieder auf eine technikferne Lösung hin, und die lautet, dass wir als Internetgesellschaft empathischer weden müssen gegenüber den Gefühlen, Befindlichkeiten und Meinungen unserer Mitmenschen.

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