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Filmkritik: X-Men III

Mittwoch abend veranstaltete das münstersche Cineplex ein X-Men Tripple-Feature: Alle drei Teile der Reihe nach, mit der Mitternachtspremiere des aktuellen dritten Teils als Höhepunkt. Die Veranstaltung an sich war ganz lustig, der dritte X-Men kann allerdings nicht überzeugen.
So ein Tripple-Feature ist eine gute Sache, um eine Fortsetzung beurteilen zu können, und so stellt man als Zuschauer erstmal fest, dass einen Bruch im Erzählstil gibt. Der neue Regisseur, der für diesen Teil verantwortlich war, erzählt anders, und X-Men III verkommt in weiten Teilen zu einem Actionfilm, der es von der Handlung jedoch bei weitem nicht mit seinen Vorgängern aufnehmen kann.
Ich fand die ersten beiden Teile auch nicht umwerfend, als ich sie das erste Mal gesehen haben, aber sie erzählen eine Menge über die Charaktere, beleuchten deren Art, und auch die Probleme, die sie mit sich haben. Im dritten Teil ist davon nicht mehr viel zu sehen, höchstens noch in Ansätzen. Von den ganzen neuen Mutanten, die man zu sehen bekommt, bleiben eigentlich alle anonym.
Und dann stelle ich mir die Frage, warum gerade amerikanische Filme immer noch ein "größer, schneller, weiter" propagieren, wenn es um Action geht. Auch in diesem Fall kann Action nichts reissen, vor allen Dingen weiß sie nicht, den Zuschauer mitzureissen, man verfolgt das Geschehen ziemlich unbeteiligt mit einer Tüte Popcorn in der Hand, ohne zu vergessen sich daran zu bedienen, oder zu atmen, wie manch andere Filme das machen.

Wer die anderen Teile gesehen hat, kommt nicht umhin, sich diesen Film als Abschluß der Trilogie anzusehen, aber er taugt nicht dazu, sich ihn ein zweites Mal anzusehen...
DonParrot - 26. Mai, 16:45

Das ist genau das, as mich auch immer sio nerevt in letzter Zeit: Handlung und Dialoge werden immer unwichtiger, die Qualität eines Films wird nur noch an der Action und den Special Effects gemessen. Ätzend.

Und wenn's mal zehn Minuten nicht kracht und donnert, dann wird schon gejammert: "Der Film zieht sich aber."

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