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Freitag, 26. September 2008

Spruch des Tages und warum Macs für Anwender einfach hervorragend sind

Gerade in den Kommentaren zu diesem Beitrag bei der Nachbarin Anarchistelfliege gelesen:
Darf ich erwähnen, dass Mac Linux ist? Mehr oder minder zumindest. ;-)
Äääh. Nein.
Also mal garnicht. So völlig überhaupt nicht.
OS X setzt vom Kern her auf FreeBSD auf. Das ist ein Unix, aber eben kein Linux. FreeBSD blickt auf die lange Geschichte der BSDs zurück, die wiederrum auf die Anfänge von Unix. Und Unix ist in den 70ern zur Welt gekommen. Wer sich für die gesamte Geschichte interessiert, es gibt da eine tolle Unix Timeline. Die dürfte aber für die meisten Anwender uninteressant sein. ;-)
Das, was OS X ausmacht, und das ist die Oberfläche, ist eine Eigenentwicklung von Apple, für die einige Linux-Jünger sehr, sehr böse sind, weil Apple diese nicht unter einer Open Source-Lizenz vertreibt.
Apple hat es aber mit Aqua und allem, was damit zu tun hat, geschafft, eine saubere, schnelle und übersichtliche grafische Benutzeroberfläche zu entwickeln, die einfach zu benutzen ist. Womit wir bereits beim zweiten Teil der Überschrift wären: Ich habe jahrelang Linux benutzt, bis ich in letzter Zeit mit so ziemlich allen Distributionen und der Politik der Kernel-Entwickler unzufrieden geworden bin.
Kurzum: Linux flog von allen meinen Rechnern. Die Alternative hieß eine ganze Weile FreeBSD. Tolles System, es möglich ganz sauber das Basissystem zu aktualisieren, ohne die Anwendungen anpacken zu müssen, oder umgekehrt. (Nicht wie z.B. bei Debian, wo vor einer Weile ein Firefox-Update direkt ein Update der Basis notwendig gemacht hat. *tststs*)
BSD hat aber hier und da Schwierigkeiten mit Peripheriegeräten. Auf Dauer hatte ich keine Lust mehr, mein Handy nicht ordentlich via Bluetooth synchronisieren zu können.
 
Zeit, für eine eher drastische Maßnahme: OS X auf meinem IBM Thinkpad. Seitdem ist meine Welt in Ordnung: Ich habe eine angenehm zu benutzende Oberfläche und staune immer wieder, wie einfach doch viele Dinge sein können. Wenn ich mein Handy per USB anschliesse öffnet sich iPhoto, und ein Mausklick später synchronisiert es die Bilder, die ich mit der Kamera geschossen habe. Und unter der Haube werkelt ein solides Unix vor sich hin. Terminal.app gehört mit zu den Anwendungen, die eigentlich immer laufen. Die Kommandozeile ist eben ein mächtiges Werkzeug.
Zu Linux muß man abschliessend sagen, haben die meisten Fans es geschafft es zu dem zu machen, was sie immer wollten: Eine Alternative zu Windows. Und so fühlen sich die meisten Distributionen auch an. Wie ein Windows-Ersatz. Und mittlerweile tauchen auch die Fehler auf, die man unter Windows kennen gelernt hat: Ein Upgrade von Ubuntu 7 auf 8, oder von 6 auf 7, ich weiß es nicht mehr so genau, zerschoss mir die gesamte Netzwerkkonfiguration: WLAN ade. Aber auch der Treiber war Schrott, danke ndiswrapper!
 
Was nicht bedeutet, das Linux per se schlecht ist: Wenn jemand als Besitzer eines alten Rechners zu mir kommt und jammert, weil sein System nicht mehr tut, installiere ich u.U. immer noch Linux. Wenn BSD nicht in Frage kommt. Und wenn ein Mac aus finanziellen Gründen ausscheidet. Meine Lieblingsreihenfolge:
  1. OS X
  2. 2. BSD (PCBSD 7 ist super und basiert auf FreeBSD)
  3. Linux
  4. Windows

Um Windows muß sich übrigens wer anders kümmern, da gehe ich nicht mehr ran. :-)
 
Also Liebe Anarchistelfliege: Eine gute Entscheidung! :-)

Blog-Marketing? Online-Umfrage? Mal locker...

In der Blogbar gehts um Social Media und deren Vermarktung. Naja...
Das Blogs bei der aktuellen Online-Umfrage an Bedeutung verloren haben, oder diese eigentlich nie wirklich hatten, und dass Blogs vor allem die jüngere Generation nicht erreicht -- macht das was? Ich finde nicht.
Wenn es um einen sozialen Anstrich geht (das Wort "social media" habe ich im obien Beitrag das erste Mal zur Kenntnis genommen), sind Blogs schon ganz gut dabei. Auf ihnen kann man prima publizieren, das mit der Vernetzung kommt ganz von alleine.
So etwas vermarkten zu wollen geht wohl nur eingeschränkt, weil viele Nicht-Blogger den Nutzen nicht sehen. Entweder kommt das irgendwann mal, weil Hr. Otto Normal Surfer und seine Frau Freunde haben, deren Homepage sich als Blog entpuppt, oder es kommt eben nicht. Es gibt immer und überall Dinge, von denen die Menschen zu anfang gesagt haben "brauche ich nicht", und später doch heiß hinterher waren. Braucht manchmal eben so seine Zeit.
 
Naja, und das Blogs nicht die junge Generation erreichen und deshalb als
...Nischenmedium für alte Säcke
enden könnten, schockiert mich auch nicht. Jede Generation hat ihre Werte, Normen und auch Verhaltensweisen. Kommunikation ist altersabhängig. Für mich sind Communities im Großen und Ganzen nichts. Wobei man Communities vielleicht noch definieren müßte, um auf demselben Level zu sein. Aber wenn der A der B etwas in ihr Gästebuch schreibt, und daraufhin die B dem A umgekehrt etwas in seines schreibt, ist das was anderes, als Beiträge in Blogs. Und deren Antworten. Oder Trackbacks. Und das ist auch gut so.
Auch mit dem alten Knacker habe ich keine Probleme, denn ich bin älter. Und auch die Community-Nutzer von heute werden älter werden, und sich nach anderen Kommunikationsformen umsehen.
 
PS: Ja, ich bin heute morgen aus dem Bett gefallen.

...wenn man trotzdem lacht
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