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Freitag, 2. Mai 2008

Komisches Geschäftsgebahren

Augenscheinlich tun einige Anbieter alles, um sich Kunden zu sichern. Ich kenne mittlerweile mehrere Fälle, wo Freunde und Bekannte den Internet-Provider gewechselt haben, wegen vom Magenta-Monopilsten oder einer entsprechenden Kombination mit T-Analoganschluß. Hin zu etwas was augenscheinlich, hm, besser sein soll.
Einer dieser Anbieter fällt dabei immer wieder auf. So klagen viele Kunden darüber keinen WLAN-Router erhalten zu haben, obwohl sie das eigentlich wollte, und ihnen das auch in einem persönlichen Gespräch zugesichert worden ist. Schade aber auch, dass die Hotliner nur kopfschüttelnd antworten können: "Bei uns gibt es keine Router!". Stimmt, aber für 29,95 Euro Aufpreis gibt es ein WLAN-Modem. Welcher Techniker verbricht so einen Mist eigentlich?
Ich frage mich aber, was das wohl für Verkäufer sind, die nach hause kommen und einem dann quasi das blaue vom Himmel erzählen. Mich erinnert das irgendwie an die Leute, die die GEZ rumschickt. Ich kann nur mutmassen, aber vermutlich sind die ebenfalls nicht festangestellt, sondern erhalten eine Vermittlungsprovision. Das Popokärtchen hat wie immer der Kunde.
 
Genauso spannend ist die Frage nach dem Festnetzanschluß, eine Frage nach sein oder nicht sein. Oder eben haben oder nicht haben. Was viele Kunden nicht wissen, wohl aber betrifft: Sie haben gar kein Festnetz mehr. DSL kommt nur noch über das Kabel, über das vorher mal, zu Rosa Riesen-Zeiten auch das Telefonieren möglich war. Was die Leute, die ich so kenne zu dem Zeitpunkt nicht wußten war, dass das vermeintliche DSL-Modem auch gleichzeitig für die Telefonie zuständig ist. Sprich: Die kleine Box verbindet sich, sobald sie an ist, mit irgendwelchen Servern vom ISP und fackelt dann alle Telefonate darüber ab. Und nein, das ist nicht so toll, wie das klingt:
  • Man ist auf Internet angewiesen. Und das geht ja aus einer ganzen Reihe von Gründen mal kaputt:
    • Stromausfall (und die kleine Box braucht extra und dauerhaft Saft)
    • Serverausfall
    • Ausfall einer/mehrerer Komponenten zum VoIP-Server
    • Fehler in der Vermittlungsstelle
    • Defekt der DSL-Leitung
    • ...
    Ich wünsche viel Spaß beim Wählen von Notrufnummern...
  • Dann ist da noch die mitunter mangelnde Sprachqualität und, nicht zu vergessen
  • VoIP-Gespräche brauchen Bandbreite. Ist die Leitung nicht schnell genug, kommt es zu Aussetzern. Vor allem, wenn man nicht 16Mbit/s nutzen kann, und während eines Telefonats was aus dem Netz saugt, kann das vorkommen.

 
Als Kunde kann man das irgendwo nachlesen, auf Webseiten die sich mit Begriffen wie Next Generation Network (NGN) schmücken, was ja erstmal ganz nett klingt. Also immer schön dran denken: Solche Begriffe werden von Leuten geprägt, die was verkaufen wollen, und da gehts erstmal um Geld. Das ist ja selbst im Gesundsheitssystem mittlerweile der Fall und bekommt einem genausowenig.
 
Also: Wer unbedingt den Provider wechseln will sollte explizit nachfragen und sich bestätigen lassen, dass der neue Anschluß immer noch auf Festnetzbasis läuft, man also keine Zusatzhardware zum telefonieren benötigt. Oder aber mit den Konsequenzen leben, das können wohl auch genug.
 
Also, Technik ist nicht weiblich, sie muß nicht schön sein, vor allem gilt das für DSL-Verbindungen nicht. Ich denke nicht immer beim Surfen an die holde Weiblichkeit, und ich suche nicht immer nach pr0n. Für mich soll der Kram funktionieren.
 
Und wenn ich mir anschaue, was ich für Hilferufe bekomme, dann geht das auch anderen so.
 
Also, liebe Alice-Leute: Es schadet nicht dem Vertrauen Eurer Kunden, wenn Ihr spätestens zu Vertragsabschluß mitteilt, ob es sich um einen richtigen Festnetzanschluß handelt, oder ob Ihr nur VoIP zur Verfügung stellen könnt. Genauso wie es wirklich an der Zeit ist Euren Vermittlern einzuprügeln, dass Ihr keine Router (weder mit noch ohne WLAN) anbietet. Alles andere läßt Eure Kunden ziemlich dumm dastehen und erweckt bei ihnen den Eindruck, über den Tisch gezogen zu werden. Und das, wo Euer Angebot an sich in Ordnung ist...
 
Und wenn sich das so anhört, als wäre ich gerade brastig: Ja, bin ich! Auf ein derartiges Geschäftsgebahren zum einen. Auf meine Leute, die nicht vorher nachfragen können sondern erstmal selber reinfallen müssen, um dann anzukommen. Auf mich, weil ich nicht schnell genug in Deckung gesprungen bin, sondern mich um die Kündigungen sowie der Übernahme der Rufnummern zum neuen Anbieter kümmern darf.

Eingezäunter Nebel



 
Sieht aus, als hätte jemand einen Zaun um den Nebel herum gebaut.

Update: Mac OS X Leopard auf IBM/Lenovo Thinkpad T60

Ich habe in den letzten zwei Tagen noch ein wenig herum experimentiert, und bin fündig geworden, was die große Hitzeentwicklung angeht: Ich habe vergessen, das PowerManagement.bundle mit zu installieren. Dadurch lief der Lüfter des Denkbretts garnicht an. Interessanterweise führt das BIOS keine Notabschaltung durch, was entweder für das Design des Laptops spricht, oder aber dafür, dass ich ihn noch nicht ganz ausgefahren habe.
Letzteres wage ich aber zu bezweifeln, nachdem ich Fink gebootstrapt habe...
 
Mittlerweile habe ich auch eine Batterieanzeige. Ich mußte nochmal neu installieren und habe dann bei den Anpassungen ein für das Macbook hartcodiertes SMBIOS ausgewählt.
Sound mußte ich nachinstallieren, mir fehlte AppleAzalia.kext. Details zu Sound auf Nicht-Apple OS X-Laptops gibts bei taruga.net.
 
Sleep läuft nicht, was insofern ärgerlich ist, als das das nicht nur für einen höheren Batterieverbrauch sorgt, sondern auch manchmal für einen Rechnerabsturz. Ich habe nun Sleep komplett abgeschaltet und werde mich in das Thema tiefer einlesen.
WIFI läuft nicht, ist bei mir auch wohl nicht zum laufen zu bringen, kabelgebunden gehts, und ich habe noch eine Atheros PCMCIA-Karte.
Für die PCMCIA-Slots muß ich aber erstmal die passenden Kernel Extensions (kext) installieren. ;-)
 
Mein Eindruck ist nach wie vor aber gut. OS X reagiert zügig, man kann fliessend arbeiten, und das Handling weiß zu überzeugen. Das man an das zugrunde liegende Unix rankommt, finde ich natürlich Klasse. :-)

Früher Vogel

Hier einige Neuigkeiten zum Thema "Aufstehen im Rythmus der Natur": Heute morgen war ich bereits um kurz vor fünf wach und gönnte mir noch den Luxus, ein wenig liegen zu bleiben. Immerhin waren die Vögel draußen auch noch nicht aktiv. ;-)
Alles in Allem fiel mir das aufstehen heute morgen leichter und ich habe das Gefühl, klarer zu sein als am Mittwoch. Da brauchte ich vier Tassen Grüntee bevor ich das Gefühl hatte soweit fit zu sein, dass ich ungestraft als Root auf die Maschinen drauf konnte. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das in meinem Schreibstil niedergeschlagen hat. ;-)
Auf dem Rad wars ziemlich frisch, der Tag begrüßte mich mit einem klaren, nur von einzelnen Wolken durchsetzten Himmel, und auch die abnehmende Mondin lächelte mir zu. Dazu noch der Nebel..:
 
Blauer Himmel, Wolken, Mond und Bodennebel am 02.05.2008

 
Mittwoch bin ich auf dem Heimweg noch beim Outdoor-Ausstatter meines Vertrauens vorbei, und habe mir wasserfeste Kleidung besorgt. Eine Art leichten Parker, eine Überhose sowie eine wasserfeste Satteltasche. Schlechtes Wetter ist nun keine Ausrede mehr, nicht aufs Rad zu steigen.

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