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Dienstag, 1. April 2008

Arbeitnehmer in Deutschland? Nett in den Po gekniffen

Den Eindruck erhält man zumindest, wenn man bei Karl Weiss den Beitrag Lohnrückzahlungen - der Skandal liest. ist übrigens eine der wenigen Gelegenheiten, wo das Wort Skandal in Bezug auf den Inhalt nicht aufschneidend wirkt.
Kurz zusammengefaßt geht es darum, dass man als Arbeitnehmer seinen Lohn der letzten paar Monate zurück zahlen muß, wenn man in einer Firma arbeitet, die Gefahr läuft, Insolvenz anmelden zu müssen. Ein Indiz hierfür sind verspätete Lohnzahlungen. Weiß man davon und arbeitet trotzdem weiter, kann der Insolvenzverwalter geltend machen, man habe von der Insolvenz gewußt und entsprechend reagieren können.
 
Na dann mal halblang. Erstens ist es glaube ich so, dass bei einer drohenden Insolvenz die Firma noch lange nicht pleite gehen muß, wenn der Insolvenzverwalter erfolgreich eine Umstrukturierung umsetzen kann. Von daher ist eine Kündigung bei besagten ersten Anzeichen eine übertriebene Reaktion.
Zweitens hat jeder Arbeitnehmer Kündigungsfristen, die sich in den meisten Fällen wohl auch im Bereich von drei Monaten oder sogar mehr bewegen dürften. Selbst wenn man also direkt kündigt, wird man noch weiter arbeiten gehen müssen, denn ob ein Gericht die o.g. Anzeichen als einen ausreichenden Grund für eine fristlose Kündigung ansieht, darf bezweifelt werden.
Drittens ist man im Falle einer Kündigung auch so in den Poppes gekniffenen, denn allen Erzählungen zu den Arbeitslosenzahlen ist die Dunkelziffer dank entsprechendem "Tuning" viel höher. Ob man sofort einen neuen Job bekommt ist also mehr als fraglich.
Viertens haben wir da noch die Agentur für Arbeit, und die mögen keine Leute, die selber kündigen. Das hat nämlich eine dreimonatige Sperre des Arbeitslosengeldes zur Folge.
 
So, jetzt steht man da also als einfacher Bürger, ist fleißig arbeiten gegangen, und darf dann trotzdem die Gelüste irgendwelcher Gläubiger befriedigen. Wahnsinn...

In ein paar Jahren sind 2D Bildergallerien out

Vor einer Weile hatte ich mich in meinem Beitrag Barcodes für unterwegs zur mobilen Nutzung von Barcodes ausgelassen, und dabei u.A. auch soziale Netzwerke und so gezielt.
Wenn man mal davon ausgeht, das die Nutzung mobilen Equipments wie Handykameras und so in Zukunft weiter steigt, dann wird das zu einem ganzen Berg an Daten führen. Und mit dem kann man ganz abgefahrene Sachen anstellen, wie dieser Film zeigt:
Vorgestellt wird hier eine Technologie, mit der beliebig viele Bilder und auch Texte auf neue Art und Weise betrachtet werden können. Ein Teil dieser neuen Technologie beinhaltet das Zusammensetzen dreidimensionaler Modelle aus einer Vielzahl zweidimensionaler Fotos.
Prinzipiell ist das auch heute machbar, bei Panoramen wird z.B. ein großes Bild aus vielen kleinen zusammen gesetzt, die jeweils Überlappungen haben müssen. Dieser Prozess wird als "Stitching" bezeichnet. Die hier vorgestellte Technologie macht das aber wohl automatisch und kann, wie in dem Beispiel angegeben, aus allen Bilder von Notre Dame, die auf flickr liegen, ein 3D-Modell erstellen, das man von allen Seiten betrachten kann.

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