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Mittwoch, 13. Juni 2007

Die Linuxer und ihr Lizenz-Geraffel

...ich kann es mittlerweile nicht mehr hören. Auch nicht, wenn so ein Zeug von Linus Torvals kommt.

Was für die Closed-Source Community das Urheber- und Patentrecht ist, ist für einige Open Source-Anhänger mittlerweile die Lizenz. Anstatt stabile und "innovative" Software zu programmieren wird geflennt, wenn einem eine Lizenz nicht paßt.
Vor allem Sun muß sich einiges gefallen lassen. Zu Unrecht, wie ich finde. Sun hat mit dtrace und ZFS hervorragende Arbeit geliefert, die weit über das mittlerweile angestaubte Wort "innovativ" heraus geht.
  • dtrace erlaubt es, im Kernel ordentlich zu debuggen, in Solaris stehen mehr als 45.000 sogenannte Probes zur Verfügung, die man ansprechen und auswerten kann.
  • ZFS beinhaltet neben einem ausbaufähigen und schnellen Filesystem auch Ansätze eines Volume Managers, der jedem Administrator ordentlich die Arbeit erleichtert.
Nun gibt Sun die eigene Arbeit unter der eigenen CDDL frei. Meiner Meinung nach ist das gerechtfertigt: Sun hats entwickelt, Sun bestimmt auch, wer in welchem Maße darüber verfügen darf. Aber anstatt sich darüber zu freuen, dass man auf eine bestehende, gute Lösung zurück greifen darf, geht das Geschreie los, von wegen CDDL sei nicht GPL-Kompatibel.
Nun gut, man könnte natürlich auch andersrum argumentieren, dass die GPL nicht CDDL-Kompatibel ist, aber was solls. Man könnte auch den pragmatischen Ansatz wählen, wie das bei FreeBSD gemacht wird: FreeBSD ist BSD-lizensiert, und das ZFS-Modul mitsamt Quelltext wird mit und unter der CDDL ausgeliefert.
Könnte man, muß man aber nicht...

Überspitzt formuliert ist ein Teil der Linuxer zu einem undankbaren Pack mutiert, das gerne alles kostenlos nimmt, ohne die dahinter stehende Entwicklungsleistung entsprechend zu würdigen, Hauptsache "erstmal haben wollen".

Das ist einer der Gründe gewesen, warum ich mich nach jahrelanger Linux-Nutzerei (mein erster selbstgebauter Kernel trug die Version 1.2, mein erstes installiertes Linux lief in einem UMSDOS und war glaube ich ein 0.9er Kernel) mich anderen Systemen zugewandt habe.

Gut, das der Sun-Chef da ein bißchen lockerer an die Sache rangeht.

Terminvorschlag: Al Gores "EIne unbequeme Wahrheit", 07.07.2007 um 20:15 Uhr auf Pro7

Ist schon notiert. Gefunden bei Medienrauschen

Den Film habe ich bei uns im Programmkino leider verpaßt.

ion3: Da läuft wieder einiges

Gestern abend habe ich ion3 auch auf meinem Laptop nachgezogen, der entsprechende Port ist nun auch auf dem aktuellen Stand. Über Tag hatte ich das ja schon in der Firma gemacht und war begeistert.
Auf meinem Laptop, wo die Version vom März lief, hatte ich einige Konfigurationen, die nicht mehr so ohne weitere liefen, bedingt durch den Entwicklungsstand des Window Managers.

Vor allem fehlte mir
  • Transparenz in leeren Frames und auf leeren Workspaces
  • statusbar_workspace.lua: Die Anzeige des aktuellen Workspaces in der Statusbar
Beides ist wieder da, so dass ich meine Terminals wieder mit Transparenz und Shading fahren kann, ein bißchen "EyeCandy" ist schon ganz nett.

Nachtrag zur "Zwangskasernierung arbeitsloser Jugendlicher"

Am 01.06. berichtete ich im Beitrag Hoffen auf eine Zeitungsente über eine wie Zwangskasernierung anmutende Maßnahme der Arge im Rhein-Dill Kreis. Inhaltlich entpuppte sich das Teil dann wirklich als Zeitungsente ("Hoffen hilft").
Das als Juwel bezeichnete Projekt gibt es aber wirklich, und über die Hintergründe und Fakten berichtet nun Telepolis Im Artikel Endlich ein Grund zur Panik.

...wenn man trotzdem lacht
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