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Mittwoch, 6. Juni 2007

Nein, die Autonomen haben nichts gemacht

Zumindest nicht alle, denn wenn man sich mal die Definition des Wortes anschaut wird klar, dass Autonom nicht automatisch mit Gewaltbereitschaft einhergeht, wie eine immer mehr Verbreitung findende Meinung weißzumachen versucht.
Es stimmt, bei den G8-Demos waren gewaltbereite Demonstranten mit dabei, die ihrer Wut und ihrer Aggression freien Lauf gelassen haben. Über die politische Ausrichtung dieser Demonstranten möchte ich lieber nicht spekulieren, denn nur weil einer sich schwarz kleidet und auf einer Demo mitläuft heißt das noch lange nicht, daß er gewaltbereit ist, oder dieselben politischen Ziele verfolgt wie die anderen Demonstranten.
Gewaltbereite Demonstranten sind für mich wie Hooligans: Die kommen auch nicht des Sportes halber zu einem Spiel, sondern um sich zu besaufen und zu prügeln.
Kleine Randnotiz: Ich kleide mich selber gerne schwarz, habe aber keinen Hang dazu mich zu vermummen oder sonstwie gewalttätig zu werden.

Von daher ist die Verallgemeinerung, das Linke automatisch gewaltbereit sind, alles andere als zutreffend.
Ich habe bereits am 26.05. geschrieben das ich den Eindruck habe, die Berichterstattung über die G8-Gegner würde diese in keinem guten Licht dastehen. Die derzeit vorherrschende Meinung bzw. Berichterstattung paßt da ziemlich gut rein.
Das Ziel ist irgendwie klar: Sind linkes Gedankengut und linke Ideen erstmal diffamiert, hat es sich mit der Kritik an der G8 erledigt, und alles kann weitergehen wie bisher. Hier gibts mehr dazu.

Deshalb kamen die gewaltbereiten Demonstranten auch ganz recht, denn inhaltliche Diskussionen über den Sinn und Unsinn der G8, des Gipfels und der Globalisierung sind erstmal weg vom Fenster, dafür bestimmen Übergriffe und Gewalttaten die Berichterstattung über den Gipfel. Es war klar, dass es so kommen mußte...

Weiteres Beispiel gefällig:
14:20 ( Migration )
Am Ende der gestrigen Migrations-Demonstration hat die Clowns-army mit der Polizei rumgespasst, neben anderem mit Wasserpistolen. Während dieser Gegebenheit wurde eine Wasserpistole "konfiziert", ein Polizist posierte damit vor der anwesenden Presse. Später hat Der Spiegel eine Geschichte mit dem Titel "Polizei wirft Clowns army Chemieeinsatz vor" veröffentlicht.
(indymedia-Ticker)

Hoffen hilft!

Zumindest manchmal.
So hat sich der Beitrag Hoffen auf eine Zeitungsente, in der es um eine Zwangsweise Kasernierung von jungen Hartz IV-Betroffenen im Rhein-Lahn-Kreis geht, als eine ebensolche erwiesen. Auf den Nachdenkseiten, von denen ich die Meldung habe, hieß es dazu gestern:
Entwarnung: Offenbar keine zwangsweise Kasernierung von jungen Hartz IV-Betroffenen im Rhein-Lahn-Kreis
[...] Peter Hahn, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Lahn, teilte einem Teilnehmer des Forums Aktiver Erwerbsloser mit (siehe Eintrag vom 4.6.2007 um 13:34:44): „Soweit in einer Internetveröffentlichung vom 27.05.2007 dargestellt wird, es sei im Rahmen dieses Projekts geplant, Jugendliche im Alter unter 25 Jahren „täglich per Zwang zu kasernieren“, „sie pünktlich zum Appell im Hof antreten zu lassen“ und bei Fehlverhalten „eine Bestrafung per Pranger“ durchzuführen, entbehrt dies offenbar jeglicher Grundlage und würde auch den oben dargestellten Zielen der Maßnahme völlig zuwider laufen.“
Quelle: Forum Aktiver Erwerbsloser
Quelle: nachdenkseiten.de

Dann ist ja gut... :-)

Wichtiges/Interessantes aus anderen Blogs:

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<p>Sueddeutsche.de hat den Dresdner Informatik-Professor...

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