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Montag, 6. Februar 2006

Ich muss nicht alles haben

Darunter faellt jetzt auch die DVD "Mr. & Mrs. Jones". Nicht das ich den Film schlecht finde, streng genommen kenne ich ihn garnicht. Aber nachdem sich bereits Sony/BMG Anfang November letzten Jahres mit seinem umstrittenen Kopierschutz mit integriertem Rootkit ein blaues Auge eingefangen hat, und deshalb keine 14 Tage spaeter bekannt gab, selbigen einzustampfen, um dann von einigen Stellen verklagt zu werden, tritt nun der DVD-Anbieter KInowelt in genau diese Fussstapfen.
Wie heise aktuell meldet besitzt die o.g. DVD eine Funktion, die beim Einlegen in einen Windows-Rechner ein Programm startet, welches zur Annahme einer EULA auffordert. Bestaetigt man die EULA (Nutzungsabkommen) nicht, wird nicht mit der Wiedergabe des Films fortgefahren. Drueckt man hingegen auf annehmen, installiert das Programm drei kleine Dateien auf dem Windows-Rechner. Angeblich tun diese Dateien nichts schlimmes, in der Praxis aber wurde von Abstuerzen und Probleme beim Ansprechen von Brennern berichtet.
Okay, der Bericht beschreibt nicht ganz zu unrecht, dass man die Autostart-Funktion ja abschalten kann, oder, wenn die Meldung erscheint, startet man eine zusaetzliche DVD-Playersoftware. Und ich koennte natuerlich sagen, dass mich das eh alles nicht juckt, weil ich hier kein Windows laufen habe.
Aber ganz ehrlich: Will ich mir eine DVD kaufen die versucht, mich zu bevormunden oder die in mein System eindringen wuerde, wenn ich denn das richtige Betriebssystem haette?
Nein.

Ne, mal so garnicht Imbolc

Bisher war es immer so, dass die Jahreskreisfeste sich durch entsprechendes Wetter und Stimmung in der Natur einläuteten. Das gilt diesmal aber nicht zu Imbolc. Die letzten drei oder vier Wochen haben wir mehrere Ansätze genommen, Imbolc gemeinsam zu feiern, aber schon der Anreiz, etwas schönes zu planen, war nicht da.
So verstrich also der nach dem gregorianischen Kalender ausgerichtete Termin ohne Ritual. Wie regelmäßige LeserInnen dieses Blogs wissen, feiere ich sowieso lieber an den entsprechenden Mondtagen, zumindest wo das bei einem Jahreskreisfest möglich ist. Imbolc ist so ein solches Fest, und so hoffe, dass am Montag, dem 13.02, die Natur mir eine andere Rückmeldung gibt. Sonst werde ich ein bißchen nachhelfen müssen, das ist, so denke ich, auch ein bißchen der Sinn von Imbolc. Den Frühjahrsanfang feiern, und dem Frühling ein wenig auf die Sprünge helfen.

Als Chaot der ich eigentlich bin muß ich dieses Jahr aber gestehen, von der Putz- und Aufräumwut heimgesucht worden zu sein. War das erste Mal, dafür aber ganz schön heftig, und so habe ich mich nicht nur von etlichen Teilen getrennt, die ein dunkles Dasein in irgendwelchen Kramschubladen führten, sondern selbige auch gleich sauber gemacht.
Und es stimmt, es fühlt sich gut an, irgendwie befreiter... Ein oder zwei solcher Aktionen sind noch in Planung, an der Motivation liegt es diesmal nicht, eher an den Öffnungszeiten des Recyclinghofes.

Danach folgt dann eine schöne Haussegnung. Am besten an einem Dienstag, weil meine Holde da zum Rollenspiel ausgeflogen ist, und ich so nicht nur meine Ruhe habe, sondern auch Räuchern kann.

Die Reinkarnation des Zaurus

Letztes Jahr schrieb ich in meinem alten Blog über mein damals neues Spielzeug, einem Sharp Zaurus 5500G, nur um vielleicht ein halbes Jahr später im selben Blog feststellen zu können, dass ich Ihn in einen Haufen Elektronikschrott verwandelt hatte. Bei irgendeiner merkwürdigen Bewegung hatte ich das Ladekabel herausgezogen, was wohl einen Kurzschluß ausgelöst haben mußte. Auf jeden Fall wurde der Zaurus dunkel, und es roch nach verschmorter Elektronik.
So wanderte das Gerät in meine Elektronikschublade, allerdings brachte ich es nie übers Herz, ihn als "Defekt, für Bastler" auf eBay zu veräußern. Vorletzte Woche Dienstag war es dann, als ich abends beim aufräumen einfach einen neuen Versuch unternahm, und mit erstaunen feststellte, dass die Ladeanzeige ansprang. Surprise surprise... Also mehrere Sekunden den Einschalter gedrückt und Hoppalla, sogar der Kernel bootet.

Jetzt habe ich ihn also wieder, meinen Zaurus. Wahrscheinlich war die Auszeit notwendig um mal alles im Innern zu entladen. Das Akku hat in der Zwischenzeit ein bißchen gelitten, aber das sollte sich nach mehreren Ladezyklen auch hinbiegen lassen.
Veränderungen hat es derweil im Lager von GPE und OPIE gegeben, den beiden Benutzeroberflächen. Erstere setzt auf das auch in Gnome verwendete GTK auf, während OPIE auf die Qt bzw. die mobile Qtopia-Umgebung von Trolltech aufsetzt. Qt ist ja auch die Bibliothek, die bei KDE Verwendung findet.
In der letzten Woche habe ich mir beide Oberflächen angeschaut, aber nur OPIE konnte dabei überzeugen. Es ist einfach stabiler und ausgereifter. Was ich immer noch nicht verstehen kann ist z.B, weil ein Druck auf Escape jede Anwendung unter GPE schliesst. Dadurch ist es noch nicht mal möglich, in einem Terminal mit vi zu arbeiten.
Trotzdem haben beide Oberflächen ihren Charme, was mich am meisten erstaunte war die hervorragende WLAN-Unterstützung: Einfach nur Karte eingesteckt, ein paar Sekunden gewartet, lief. (Gut, dazu muß man sagen, dass ich vorübergehend einen offenen Access Point stehen habe, um eben die grundlegenden WLAN-Fähigkeiten überhaupt erstmal auf die Reihe zu kriegen, bevor ich mich mit Verschlüsselung und so herumschlage.)
Jetzt teste ich gerade die kommende Version 3.5.4 von OpenEmbedded, der Distribution für den Zaurus, aus der man sich dann OPIE oder GPE auswählen kann. Hier sind insbesondere die Erweiterungen und Änderungen, die an GPE vorgenommen wurden, unübersehbar. Obwohl ich das OPIE-Image auch noch nicht gesehen habe. ;-)

Geld regiert die Welt

Der Spruch ist nichts neues. Aber wie sich zeigt, macht er vor nichts halt, auch nicht, wenn ein Großteil der Bürger sich gegen Gentechnik aussprechen. Gentechnik ist weiter auf dem Vormarsch. Und sie füllt die Kassen der Unternehmen, die dieses Saatgut vertreiben. Es ist absurd: Gentechnik ist zur Ernährung der Weltbevölkerung nicht notwendig, wenn in spezifischen Regionen einfach die Sorten angebaut werden, die dort auch ordentlich wachsen. Aber wer nach immer mehr Durchsatz strebt und dadurch anfälligere Sorten pflanzt, muß sich nicht wundern, wenn diese eingehen oder kahlgefressen werden. Es gibt eine Vielzahl von Beispielen, wo landfremde Arten eingeführt wurden, und dort auf die ein oder andere Art ein Desaster ausgelöst haben.
Das durch menschlichen Eingriff verändertes Saatgut als grüne Gentechnik bezeichnet wird, ist dabei eine Frechheit, weil das Wort eigentlich für Gesundheit und einen biologisch verträglichen Anbau steht. Hier werden zu lasten der besorgten Bürger Grenzen verwischt.

...wenn man trotzdem lacht
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